Konfliktmanagement

Bevor Du sprichst, lasse Deine Worte durch 3 Tore schreiten: Sind sie wahr? Sind sie notwendig? Sind sie freundlich?  - Rumi

Unsere Arbeitswelt ist durch äußere Einflüsse komplexer, gefühlt unsicherer und mehrdeutiger geworden. Megatrends, wie die disruptiven Auswirkungen künstlicher Intelligenz, geopolitische Entwicklungen und die Verschiebung von Wirtschaftsräumen zwingen alle Organisationen zur stetigen Anpassung. Viele Mitarbeitende spüren oder erleben diese Veränderungen hautnah durch Um- oder Neustrukturierungen, neue oder veränderte Arbeitsprozesse und Aufgabenstellungen. Anpassung bedeutet jedoch regelmäßig, die Komfortzone verlassen zu müssen. Das löst häufig Angst vor Überforderung und sogar vor Verlust des Arbeitsplatzes aus. Die Resilienz sinkt, die Motivation leidet und das Potential für Konflikte steigt natürlicherweise. Unverzichtbarer Bestandteil bei der Gestaltung der internen Arbeitswelt ist deshalb heute ein konstruktives Konfliktmanagement, was zur Mitarbeiterzufriedenheit und Absicherung der gesteckten betriebswirtschaftlichen Ziele beiträgt.

Konfliktkosten - die unterschätzte Gefahr

Wussten Sie dass 20 % der Kommunikation, die nicht reibungslos funktioniert, zu Problemen, erheblichen Störungsfällen bis hin zu Konflikten führt? Ursachen dafür sind häufig falsche Interpretationen von ungenauer, unvollständiger Kommunikation und Missverständnisse. Aber auch strukturelle Unklarheiten in der Aufbau- und Ablauforganisation und unzureichende Konfliktlösekompetenzen sind Auslöser für Konflikte. Wenn Sie ein oder mehrere Beispiele vor Augen haben oder selbst erleben, dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen. Denn nichts kostet mehr verschwendete Ressourcen, wie Zeit, Geld, Gesundheit oder Energie, als ungelöste Probleme oder Konflikte. Sie verhindern nicht selten ein Erreichen der strategischen Ziele und lassen Unternehmen ins Wanken kommen.
Studien quantifizieren Konfliktkosten meistens durch direkte Kosten, z.B. Gerichtskosten. Bis es vor Gericht geht, können indirekte Kosten um ein Vielfaches höher sein. Ungelöste Konflikte in Unternehmen können zu abnehmender Mitarbeiterproduktivität, höheren Fehlzeiten, steigender Fluktuation, Reputationsschäden, steigenden Kosten und abnehmendem Ertrag führen. Im Extremfall werden durch ungelöste Konflikte unternehmensstrategische Ziele nicht erreicht und über soziale Medien kann es zu einem Imageschaden kommen. Am schädlichsten und teuersten sind dabei unter der Oberfläche schwelende, aber nicht offen ausgetragene Konflikte. Häufig werden diese über die Zeit hinweg über den Flurfunk verbreitet und lassen viel Raum falsche Interpretationen und Konfliktwachstum.   

Konfliktmanagement - eine wichtige Säule im Unternehmen

Erfolgreiches Konfliktmanagement umfasst alle Maßnahmen und Methoden, die in einem Unternehmen zur Erkennung und Bewältigung von Störungen, Problemen und Konflikten zwischen Mitarbeitenden notwendig sind.  Die wesentlichen Bestandteile sind
- eine klare, effektive und angemessene Kommunikation,
- das frühzeitige Erkennen von Störungen,
- das Erkennen und Verstehen von Bedürfnissen,
- das Managen und die Klärung von gegensätzlichen Haltungen
- und das Streben nach tragfähigen Lösungen.

Kommunikations- und Motivationspsychologisches Wissen sind dabei hilfreiche Element. Und die konsequente Einbeziehung der Betroffenen an der Beseitigung von Störungen und Problemen steigert die allseitige Akzeptanz für getroffene Vereinbarungen. Die Aufmerksamkeit Mitarbeitenden gegenüber und deren Mitwirkung an Problemlösungen und Konfliktklärungen kann zu gegenseitiger Wertschätzung und besseren Beziehungen führen. Eine wirksames Konfliktkontrollmanagement trägt somit maßgeblich zu einem positiv empfundenen Arbeitsumfeld bei.  Konfliktprävention bringt also das meistens unterschätzte Potential von nachhaltig verbesserten Kommunikations- und Problemlösefähigkeiten und stärkeren zwischenmenschlichen Beziehungen mit sich. Wenn das keine Gründe sind, dieses Feld professionell in die Organisation einzubinden?

Es menschelt!

Letztlich geht es meistens darum, die Verbindungen von Menschen zu klären und zu erneuern. Am Anfang stand z.B. ein Sach- oder Verteilungsthema. In vielen Fällen steuern jedoch Beziehungsthemen im Hintergrund das Geschehen, auch wenn Probleme, Auseinandersetzungen oder Konflikte anders begannen. Je mehr das Verhalten durch emotionales Empfinden geprägt ist, wie Wut, Entrüstung und Enttäuschung, desto geringer ist das Handeln von rationalen Überlegungen und Fakten geprägt. Es kann zu Kontaktverweigerung, Blockaden, offener Abneigung bis hin zu persönlichen Herabwürdigungen kommen. Die Situation zu klären und zu befrieden wird dann Aufgabe der leitenden Funktionen im Unternehmen, der Personalabteilung oder auch des Betriebsrats. Eine sinnvolle Rolle im Unternehmen ist die des Konfliktlotsens im Konfliktmanagement. Diese Person agiert als neutrale, allparteiliche Instanz und schafft den konstruktiven Rahmen für einen effektiven, respektvollen Austausch und Lösungsfindung. Zudem ist sie Ansprechpartner_in für aufkommende Störungen und achtet pro aktiv auf entsprechende Stimmungen und Äußerungen, um rechtzeitig darauf einzugehen, bevor es ein Konflikt entsteht. Sehr gerne stehe ich einem oder mehreren Mitarbeitern zur professionellen Vorbereitung auf diese Rolle zur Seite.

Mein Angebot für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

- Mediation
  Bei Bedarf: Konfliktcoaching mit Einzelpersonen
- Shuttle-Mediation
- Moderation
- Analyse der wiederkehrenden Konfliktursachen / -herde
- Präventives Konfliktmanagement:
  Kommunikationswissen/-methoden / Kommunikationsprozesse etablieren
  institutionalisierte Feedback- und Fehlerkultur integrieren
- Konfliktlösungskompetenz / Konfliktlotsen aufbauen
- Teamentwicklung / Teamarbeit: wertschätzende, kooperative
  Arbeitsbeziehungen gestalten
- Coaching / Training - Einzeln, Gruppe oder Team
- Gesunde Führung, besser Verstehen mit Kommunikationspsychologie
- Online und offline


 

Gründe für Mediation und Konfliktmanagement

- Verteilungskonflikt: Geben - Nehmen, gefühlte Ungerechtigkeit
- Rollenkonflikt: sozialer Konflikt, Erwartungsdruck, unklare Rollen-
  definition, zu wenig Handlungsrahmen
- Arbeits-/Teamkonflikte: Uneinigkeit bei Projekten und Arbeitsaufträgen
  über das Wer macht Was, bis Wann, Wie, Wo, für Wen, Sinn?, Ziel? ....
- Mitarbeiterkonflikte: Status, Anerkennung, Benachteiligung,
  Ausgrenzung, Feedback, Regeln, Erwartungen, Mobbing.....
- Konflikte Leitungsebene: Konkurrenz, unterschiedliche Vorstellungen
  zur Geschäftsstrategie, Hierarchiethema, Verantwortlichkeiten.....
- Führungskonflikt: Mikromanagement, zu wenig Führung, Konflikt-
  vermeidung,  Führungsstil, fehlendes Beziehungsmanagement
- Kündigung: der beste Weg der Trennung oder Voraussetzungen für
  Fortführung des Arbeitsverhältnisses
- Kundenkonflikt: wegen Produkt, Leistung, Service, Qualität, Preis
- Geschäftspartnerkonflikt: Störungen und Trennungsabsichten
- Kommunikationskonflikt: unangemessen, unvollständig, verletzend,
  Missverständnisse fördernd
- Veränderungskonflikt: bei Anpassungserfordernissen /neuen Aufgaben;
  Überlastung, Stress, Angst vor Versagen = Resilienz sinkt


Workshops

Zu einigen Themen können individuelle Workshops konzipiert werden. Dabei wird fachliches Wissen mit didaktischen und lernpsychologischen Grundlagen kombiniert.